Gedicht
Stummer Schrei
Markus Schmook
Stummer Schrei, lautlos, unendlich schmerzhaft,
der immerwährenden Gefangenschaft.
Im Kreis sich drehende Unendlichkeit:
Wann werde ich befreit?
Zitternde, stark pulsierende Zellen,
in mir gebrochene Lebenswellen.
Kein Fünklein Lebenslust in mir,
nicht länger Kraft zur Gegenwehr.
Was sich verdoppelt, ist die Freud’.
Nun stehe ich hier und ganz im Heut.
Ein stummer Schrei, vom Käferlein erhört,
fliegt los, getragen vom Wind, ungestört.
Der Wind weht, wo er will:
Schrei, stummer Schrei, getragen heimlich, still!
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