Gesellschaft / Kritik
Des Kutschers Esel
Markus Schmook
Des Esels Möhrchen geführt vom großen
Dunst,
undurchsichtig sein Weg und Wille.
Oh Schenke mir doch deine Gunst,
Zu fressen bereit deiner Hand bittre Pille.
Dein Wunsch mir untertänigst Wille,
Du bist der Kutscher ich der Esel.
Nur ein Möhrchen braucht's, ich geh nach Osten,
ich oh Kutscher bin deiner Füße Schemel.
Musst nicht zahlen, geht auf meine Kosten,
Schwenkst das Möhrchen nach links,
folg ich, egal was bringt's.
Schwingst es nach rechts,
eilig folgend bringt's auch schlecht's.
Der Dunst oder Kutscher hat einen Namen,
Doch wage nicht danach zu fragen.
Der Dunst durchzieht jeglich kleinsten Spalt,
macht dabei vor nichts mehr Halt.
Frisst all eigenständig Gedankengut,
Er umgibt dich bei Tag und bei Nacht.
Wie ein Vampir er an deinem Bette wacht,
saugt aus den Willen in Feuers Glut!
Dreiundsechzig ist die Zahl meine Herren meine Damen,
Wer mit ihr jongliert, kommt auf des Kutschers Namen.
Dreiundsechzig zum einen die Zahl des Tridekagon Gestalt,
Zum andern jene der gold’nen Hochzeit alt.
Wer lässt beide Zahlen für sich allein stehen,
dem wird des Kutschers Name enthüllt,
vereint ergeben sie Ganzheit unverhüllt.
Kennst Du den Namen wirst die Freiheit sehn,
Sei dir sicher bis dies wird geschehen. Versucht's Eselchen mit Herzensgrund,
Das Möhrchen zu erhaschen,
mit seines Esels Mund.
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